Ängste & Angststörungen

"Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet."

Khalil Gibran

Schwarzweiss-Landschaft

Sich Sorgen machen bedeutet nicht gleich,
eine Angststörung entwickelt zu haben…

Ein Leben ohne Herausforderungen und Ängste gibt es nicht. Jeder Mensch kennt sie oder hat sie schon gehabt, wenn auch in unterschiedlichen Ausmaßen. Häufige Ängste in unserer Gesellschaft sind unter anderem die Angst vor Einsamkeit, vor Autonomieverlust, Versagensangst, die Angst vor Veränderung und Ungewissheit sowie die Angst vor Krankheit bis hin zu Todesängsten (welche insbesondere aktuell aufgrund der Corona Pandemie stark zugenommen haben).

Wann habe ich eine Angststörung?

Natürlich gibt es auch Ängste die uns behindern, die uns lähmen. Wenn die Ängste ein übersteigertes Ausmaß annehmen und das tägliche Leben stark beeinträchtigen, dann spricht man von einer Angststörung. Dazu zählen spezielle Phobien wie beispielsweise Angst vor Spinnen, Spritzen und ganz bestimmten Situationen (z.B. Zahnarztbesuche). Wenn die Ängste ein solches Ausmaß annehmen, dass die entsprechende Situation panisch gemieden wird, spricht man von einer Phobie.

Zudem gibt es auch eine soziale Angststörung in denen die Betroffenen, alles tun, um Situationen zu meiden, in denen sie scheitern oder sich blamieren könnten. Du kennst sicher auch das unbehagliche Gefühl, wenn Du laut vor mehreren Menschen sprechen oder in einer Besprechung das Wort ergreifen sollst. Aus dem unbehaglichen Gefühl kann auch Panik entstehen, die lähmt und zur völligen Handlungsunfähigkeit führen kann. Menschen die von Panikattacken heimgesucht werden, leiden unter Herzklopfen, Schweißausbrüchen oder Kurzatmigkeit. Manchen ist es nicht einmal möglich den Grund ihrer Panikattacke benennen zu können. Die Folgen können so verheerend und lebenseinschneidend sein, dass sie sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen. Ein traumatisches Erlebnis z.B. ein schwerer Unfall, kann ebenfalls zu einer Angststörung führen. Die Personen werden im Alltag, aufgrund unterschiedlichster Auslöser, an die traumatische Situation erinnert und fühlen sich gelähmt, sind nervös und leiden unter permanenter Unruhe.

Erste Schritte Deine Angst einzudämmen

Fühlst Du Dich in Deinem Leben von Ängsten bestimmt und eingeschränkt, dann versuche in einem ersten Schritt, gut zu Dir selbst zu sein. Versuche weniger gegen Deine Angst anzukämpfen, und setze stattdessen Deinen Fokus auf die schönen und angstfreien Momente. Vor allem: überprüfe Deine eigenen Ansprüche und Anforderungen an Dich selbst. Lass los und nimm achtsam Deine momentane Umgebung wahr. Welche Düfte und Farben umgeben Dich gerade in diesem Moment? Auf welchen Boden stehst Du gerade? Wie fühlt er sich an? Sei im Hier und Jetzt. Denn: Angst existiert nur in unserer Vorstellung von der Zukunft, aufgrund Erfahrungen aus unserer Vergangenheit. Im Augenblick, im Moment, ist kein Platz für Angst. 

Ein schwieriger Punkt: An etwas Schönes denken. Wann hast Du das letzte Mal eigentlich aus vollem Herzen gelacht? Wann war der letzte Spaziergang im Grünen, der Dein Herz weiten konnte? Es ist wichtig, schöne Momente ganz fokussiert in uns aufzunehmen und zu speichern, damit wir sie in Erinnerung rufen können, wenn es nötig wird. 

Ganz wichtig: Konzentriere Dich wann immer möglich auf Deine Atmung! Eine bewusste und kontrollierte Atemübung in der Angstsituation ist häufig eines der wirksamsten Mittel, um wieder die Kontrolle über Dich zu erlangen. Das Gelingen hängt vor Allem davon ab, wie gut Dein Atemtraining bereits als Routine eingeübt ist.

Die Box-Atmung

Die Box-Atmung ist eine der schnellsten, effektivsten und auch noch einfachsten Methoden, Dein inneres Gleichgewicht in Stress- und Belastungssituation wieder herzustellen. Es gibt inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Studien, welche die positiven Wirkungen auf das Nervensystem belegen. Daher findet diese Atemtechnik auch im professionellem Rahmen, bei generelle Angststörungen, Depressionen und Panikattacken erfolgreich Anwendung. Auch bei Einschlafstörungen kann diese Methode wahre Wunder bewirken. 

Wende diese Übung möglichst oft an bzw. versuche sie in Deinen Alltag als Gewohnheit zu integrieren, um alle Vorzüge der Stressreduktion und Entspannung voll zu entfalten.

Bei der Anwendung dieser Atemtechnik kann eine akustische und optische Unterstützung zur Einhaltung der Zeit-Intervalle sehr hilfreich sein. Im Folgenden habe ich Dir daher für Dich ein liebevoll gestaltetes Video erstellt, welches auch sehr gut geeignet ist, eine akute Panikattacke oder einen unkontrollierbaren Angstzustand kurzfristig aufzulösen. Lass' Dich von der Musik und dem Rhythmus der gleichbleibenden Schläge in einen Zustand der inneren Ruhe und Tiefe führen. Weitere Versionen unterschiedlicher Längen und Geschwindigkeiten findest Du auf meinem YouTube Kanal.
Viel Freude dabei!

Stell Dir vor, Deine Angst ist nicht Dein Feind, sondern eine Ressource die wir gemeinsam erschließen

Angst ist nicht nur negativ zu bewerten. Ängste können uns ein Wegweiser sein, hin zu Themen, mit denen wir uns beschäftigen sollten. An der Angst wachsen können, sie erleben, zu verstehen und wertzuschätzen. Allein die Angst erkennen und benennen zu können, kann so hilfreich und entlastend sein, dass sie an Intensität verliert. Neben hilfreichen Gesprächen werde ich Dir unterstützende Methoden an die Hand geben, die Deine Angst auf ein kontrollierbares Niveau bringen werden. Und vielleicht entdecken wir gemeinsam, was Deine Angst Dir mitteilen möchte.

Ein richtiges zeitlich begrenztes Stimmungstief hat ein jeder von uns schon mehrfach in seinem Leben erlebt. Der eine mehr, der andere vielleicht auch weniger. Das hängt natürlich ganz von der eigenen Persönlichkeit, der allgemeinen Fähigkeit Krisen zu bewältigen und von den äußeren Umständen bzw. den Ursachen des Stimmungszustandes ab. Wichtig ist es zunächst, die eigenen negativen Gefühle für sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Erst wenn ich mich mit meinen Gefühlen auseinandersetze, und nicht aktiv verdränge, können sie sowohl bewusst als auch unbewusst verarbeitet werden. "Die Zeit heilt alle Wunden" ist eine gängige Floskel, welche die Notwendigkeit einer emotionalen Verarbeitungsphase nach einem Schicksalsschlag oder widrigen Umständen, verdeutlicht. Unser emotionales Zentrum benötigt für solche Prozesse immer eine gewisse Zeit, die zugestanden und durchgestanden werden muss.  Den Unterschied, warum manche Menschen schneller und besser Krisen bewältigen können als andere, erklärt die moderne Psychologie mit den sogenannten "Resilienzfaktoren". Die aus meiner Sicht wichtigsten davon habe ich Dir kurz zusammengestellt:

Das gute daran: All diese Faktoren haben relativ wenig mit einer genetischen Veranlagung zu tun, sondern wurden im Laufe des Lebens durch Sozialisationsprozesse herausgebildet. Anders ausgedrückt: Jeder Mensch ist in der Lage diese Faktoren maßgeblich zu beeinflussen und individuell zu stärken. Da sie einen großen Einfluss auf das gesamte Spektrum an Lebensbereichen haben, ist die Aktivierung der psychischen Widerstandskraft (das Immunsystem Deiner Seele) mein ganz besonderes Anliegen in all meinen Beratungen. 

 

Bin ich einfach nur traurig oder schon depressiv?

Wie kannst Du nun aber Stimmungsschwankungen von einer richtigen Depression unterscheiden? Ganz genau kann Dein Zustand letztlich nur von einem Arzt oder Psychologen eingeschätzt werden. Doch es gibt Faktoren, die bereits erste Hinweise geben können. Im Folgenden ein kleiner Kurztest für Dich:

Im Grunde kommt es auf drei Bereiche an:

 

  • Dauer: Wenn Deine negativen Gefühle und Deine Verstimmtheit länger als 14 Tage ohne Unterbrechung andauern, kann dies ein erster Hinweis auf eine Depression sein.

  • Schweregrad: Gefühle der Traurigkeit, Einsamkeit, Unsicherheit oder auch andere negative Emotionen wie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit, sind bei einer richtigen Depression um einiges intensiver.

  • Lebensbereiche: Betreffen Deine negativen Gefühle gleich mehrere Lebensbereiche (z.B. Arbeits- und Freizeitbereich), kann dies ein weiterer Hinweis auf eine depressive Störung sein. Kannst Du eine konkrete Ursache für Deine schlechte Stimmungslage benennen? Wenn nicht, wäre dies als ein weiteres Indiz werten.

Verhärtet sich nun Dein Verdacht, nimm bitte unbedingt zeitnah Kontakt zu Deinem Vertrauensarzt oder einem Psychologen auf, um Deinen Zustand genau abzuklären. Je früher eine Depression erkannt wird, desto besser ist die Chance auf eine schnelle Stabilisierung. 

Wie ich Dir helfen möchte

Eine depressive Verstimmung wiegt oftmals wie eine schwere Last auf der eigenen Antriebskraft. So entwickeln sich recht schnell Handlungsmuster und Gewohnheiten, die einen tiefer und tiefer in den Gefühlsstrudel hineinziehen und den gesamten Alltag schwerwiegend beeinträchtigen. Im Rahmen meiner Beratung ist es mein aller erstes Anliegen, Dir diese Last von Deinen Schultern zu nehmen, indem wir eine Akzeptanz des Ist-Zustandes herbeiführen und jegliche Schuldgefühle auflösen. Wie in den meisten anderen seelischen Bereichen, führt erst Klarheit über Ursache und Wirkung zum Beginn eines Veränderungsprozesses. Wir entwickeln gemeinsam neue Routinen für Deinen Alltag, aus denen Du neue Kraft und Lebensfreude schöpfen kannst. Hierbei werden Dir meine zahlreichen und erprobten Methoden und Übungen helfen, die Dich auf Deinem neuen Weg begleiten. Schritt für Schritt werden wir Dein seelisches Immunsystem aktivieren, um langfristig Energie zur Umsetzung Deiner Ziele und Träume zu gewinnen. Du übernimmst wieder die Kontrolle über Dein Leben und eröffnest Dir Möglichkeiten, die Du bisher vielleicht nicht für möglich gehalten hast.

 

Im Laufe unserer Beratung kann es möglich sein, dass ich Dir, aufgrund Deiner individuellen Situation, rate, eine klinische Diagnostik durchzuführen. Als Therapeutin kann ich jedoch auch in einem solchen Fall begleitend an Deiner Seite bleiben. In akuten Fällen können Medikamente helfen, wieder eine erste Handlungsautonomie herzustellen. Doch eine neue Einstellung zu Dir, Deinem Leben und Deiner Zukunft entsteht allein in Deinem Kopf.      

Es ist an der Zeit auf die Stimme Deines Herzens zu hören. Möchtest Du mich erst einmal ganz unverbindlich und kurz kennenlernen, prüfen ob die "Chemie" zwischen uns stimmt und einige Fragen loswerden? Dann füll' einfach das Kontaktformular hier aus. Ich rufe Dich daraufhin gerne an, um alles weitere zu besprechen.    

Meine Buchempfehlungen zum Thema Ängste und Depressionen:

Ich empfehle Dir zudem folgende weiterführende Informationen:

Ich freue mich auf Dich!

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Depressionen

Kontakt

E-Mail: info@maria-herrmann-therapie.de

Tel.: +49 (0) 1627813312

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